Sunday, April 22, 2007

Eisbaer Knut - Knuts Kollegen verdienen sich Kost und Logis

Eisbär Knut


Deutsche Zoos erschließen sich mit Tierpatenschaften eine zusätzliche Einahmenquelle - Für Erdmänchen gibt es sogar Wartelisten



Eisbär Knut ist längst mehr als ein Zootier: Er ist zu einer lukrativen Einnahmenquelle geworden. Der Publikumsandrang spült Geld in die Zoo-Kassen un auch Unternehmen sichern sich ihre Popularität. So hat der Süßwarenhersteller Haribo 5000 Euro als Kindergeld für das weiße Wollknäuel überwiesen und vermarktet Knut als Schaumzuckerbär. Doch auch weniger bekannte Tiere verdienen sich längst ihr Futtergeld selber.

Knut - Deutschland hat ein neues Wunderkind: Knut der Eisbär

Ob Gorilla, Riesenschildkröte oder Elefant - immer mehr Tierfreunde übernehmen eine Patenschaft für ihren Zooliebling. Besonders gefragt sind im Nürnberger Tiergarten die Prärienhunde, im Gelsenkirchener und Kölner Zoo die Erdmännchen. In der Domstadt gibt es sogar eine Warteliste und man hofft sehnlichst auf den nächsten Wurf. Die Beliebtheit mag auch am Preis im Jahr gehören die pfiffigen Tierchen zu den preiswertesten Angeboten.

Mallen mit dem Rüssel

Billiger sind nur Meerschwenchen, Rennmäuse und Chinchillas. Nach oben sind hingegen keine Grenzen gesetzt. Im Münchener Tierpark Hellabrunn muss der Elefentanfreund stolze 5000 Euro im Jahr für seine Patenschaft zahlen. Dafür erhält er aber nicht nur die übliche Urkunde, sondern auch ein rüsselgemaltes Bild von Elefantendame Mangala. In Nürnberg kosten Patenschaften für Dickhäuter, Eisbären und Delfine sogar 7500 Euro. Allerdings können sich Tierfreunde ihr "Amt" mit Gleichgesinnten teilen und so einen bescheideneren Beitrag leisten.

Die Preise variiren je nach Zoo und Tierart sehr stark. Bei Hagenbeck in Hamburg kann man sich die Patenschaft für einen asiatischen Elefanten schon für 3000 Euro pro Jahr sichern, Für einen Flamingo fallen in Nürnberg 50 Euro an, in Gelsekirchen 100 Euro un in Berlin 2500 Euro. Die Patenschaft für einen Schimpansen schlägt mit 1000 bis 3500 Euro zu Buche.

- Knut der Eisbaer -

In Nürnberg gibt es rund 500 Futterpaten. Das bringt dem Zoo pro Jahr zusätzliche Spenden von rund 55000 Euro ein. Besonderes Firmen lassen gerne ein paar Euro für ausgewählte Tiere springen, ab 2500 Euro weist ein Schild am Gehege ein Jahr lang auf den edlen Spender hin. Privatpersonen bekommen neben einer Spendenquittung eine Urkunde und einen Eintrag auf der Patentafel am Eingang. Ab 500 Euro winkt eine Jahreskarte (einschließlich Delfinarium) für die ganze Familie. "Patenschaften sind als Geschenk sehr beliebt" , sagt Monika Prell vom Nürnberger Tiergarten. Manche Ehefrau habe ihrem Gatten schon einen Hausesel als Patentier "geschenkt", erzählt sie und kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Knut ist vergeben

Trotz Knut sucht auch Deutschlands ältester Tierpark, der Zoologische Garten in Berlin, noch eifrig nach Paten. Nur der kleine Eisbär selbst steht leider nicht mehr zur verfügung. "Knut ist schon an Sigmar Gabriel und das Bundesumweltministerium vergeben", sagt eine Zoo-Sprecherin. Aber einige seiner fünf Artgenossen sind noch zu haben. Die Zoolieblinge haben allerdings keinen Vorteil davon: "Kein Tier wird bevorzugt. Die Vierbeiner bekommen nicht einmal eine zusätzliche Portion Futer, nur weil sie einen Paten haben", betont Wittmers. Alles fließt in einen Spendentopf.

Die Nachfrage nach einem Eisbären sit seit Knut nicht gesteigen. In der Gunst der Besucher haben die erwachsenen Tiere gegen ihren kleinen Artgenossen mit den großen Knopfaugen wohl einen schweren Stand.

  • Knut der kleine Eisbär
  • Videos von Knut - www.zoo-berlin.de/erleben/jungtiere/eisbaer-knut/videos.html
  • Fototagebuch - Knut ein Eisbärleben - www.zoo-berlin.de/erleben/jungtiere/eisbaer-knut/fotos.html

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